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16 Jan 2012, Geposted von Team

Valentina Rahnfeld

„Hausaufgabenhilfe ist mein Hobby“

Die Expertin, Mathematikerin und Hausaufgabenhelferin Valentina Rahnfeld möchte den Kinderblick erweitern.

Die Herkunft der Hausaufgabenhelferin Valentina Rahnfeld (Jahrgang 1957) hat viel mit ihrem Engagement im Bunten Haus zu tun. Die studierte Mathematikerin stammt ursprünglich aus Moskau, in Deutschland lebt sie seit 23 Jahren. Als sie der Liebe wegen nach Deutschland kam, brachte sie nur wenig Deutschkenntnisse mit. Anfangs half ihr eine Deutschlehrerin einfach so in der Freizeit in die Deutsche Sprache hinein. Mit „herzlich“ beschreibt Valentina Rahnfeld diese Begegnung, die ihre ganz persönliche Integration etwas erleichterte. Jetzt radelt sie zwei Mal die Woche ins Bunte Haus zur Hausaufgabenhilfe und hilft Kindern aus der dritten und vierten Klasse (je nachdem sind die Kinder noch älter) bei Mathe, Deutsch und in anderen Fächern. Man muss selbstbewusst sein“, sagt sie. Damit meint sie ihre eigene Rolle, denn es könne passieren, dass sie selbst etwas nicht weiß. Das sollte man auch ruhig zugeben.

Als studierte Mathematikerin scheint sie alles im Blick zu haben. Sie weiß, „dass die Kinder auch mal mit schlechter Laune ins Bunte Haus kommen.“ Darum kann Hausaufgabenhilfe auch mal anstrengend sein. Aber einen gestressten Eindruck macht Frau Rahnfeld nicht. Sie sieht es pragmatisch. „Kinder muss man fördern! Am besten schon im Kindergarten.“ Ihre Absicht ist es den Kindern eine angenehme Atmosphäre zu vermitteln, weil man nur so gut lernen kann. Und sie will, den Blick der Kinder erweitern, damit die wissen, dass sie nicht für einen Lehrer lernen, sondern für sich und fürs Leben. „Hausaufgabenhilfe ist mein Hobby“, erklärt Rahnfeld, die außerdem noch gerne Ski fährt, radelt, ins Theater und ins Kino geht und natürlich noch gerne liest. Manchmal wird sie an ihre eigene Herkunft erinnert. Einige Kinder sprechen sie auf russisch an und dann antwortet sie auch auf russisch. Um das Selbstwertgefühl der jungen Aussiedler ist es nicht immer zum besten bestellt, beobachtet sie. „Dabei ist doch alles in Ordnung, das ist doch schön, wenn sie noch eine zweite Sprache können, da haben sie doch vielen anderen etwas voraus!“

 

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